OpenCloud: Warum mein Kindle jetzt bei eBay liegt
Ep. 01

OpenCloud: Warum mein Kindle jetzt bei eBay liegt

Episode description

Warum zieht man nach Jahren treuer Nutzung den Stecker bei einer bewährten Open-Source-Lösung? Und warum landet man dabei ganz nebenbei bei einer souveränen E-Book-Bibliothek — und einem Kindle auf eBay? In der ersten Episode von Pandolin On Air erzählt Axel, warum Nextcloud 2026 für ihn an seine Grenzen gestoßen ist, was OpenCloud architektonisch anders macht, welche Stolpersteine beim Setup auf einem K3s-Cluster auf ihn gewartet haben — und warum ausgerechnet „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ kaum ohne DRM zu bekommen ist. Bitter. Der zugehörige Blogartikel mit allen technischen Details, Setup-Anleitungen und Links findet sich auf pandolin.io. One Community. One homelab. One less excuse.

https://castopod.pandolin.online/@pandolin/episodes/opencloud-warum-mein-kindle-jetzt-bei-ebay-liegt

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Sprache: Hallo und herzlich willkommen zum Pandolin Podcast.

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Mein Name ist Axel, die ja am meisten von euch kennen mich als

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den Pandolin und das hier, ich sag's mal ganz direkt, ist meine

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allererste Podcast-Episode. Keine Ahnung, ob das hier gut

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wird. Aber ein Freund von mir hat mich überredet, meine Texte

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auf dem Blog seien zu lang und ich solle das Ganze doch mal als

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Podcast zur Verfügung stellen. Naja, dann habe ich das also

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gemacht. Ich habe also meinen eigenen Podcast-Server in der

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Rebel Homebase aufgesetzt, jetzt einen eigenen Podcast-Feed und

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jetzt muss also natürlich auch Content rein. Also kein Grund

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mehr, sich zu verstecken. Was erwartet euch heute beim ersten

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Mal? Nun, ich erzähle euch, warum ich nach jahrentreuer

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Nextcloud-Nutzung im Jahr 2026 den Stecker gezogen habe. Warum

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ich dann auf OpenCloud umgestiegen bin, was dabei

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schiefgegangen ist, das war einiges. Und warum dabei auch

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ganz nebenbei auch noch eine souveräne E-Book-Bibliothek

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entstanden ist, ich meine Kindle bei Ebay verkaufen konnte und so

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weiter, auch das werden Teile davon sein. Ja, und bevor ihr

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nochmal genau fragt, ja, dieser Podcast läuft auf eurem eigenen

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Server. Eine kleine Box, die bei mir zu Hause steht, Kastopod,

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Inplanet bei München. Souveränität bis zum Mikrofon.

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Ihr kennt alle diesen einen Moment, den jeder Hoster oder

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Self-Hoster kennt. Man sitzt abends auf dem Sofa oder sonst

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wo, die Familie will Urlaubsfotos anschauen, die

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Kinder wollen Katzenfotos anschauen oder was auch immer.

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Man öffnet die Nextcloud-App und es passiert erstmal nichts.

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Ladekreisel. Dann kommt auch vielleicht noch die SMS von der

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Partnerin oder von wem auch immer und geht deine Cloud schon

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wieder nicht. Unheimlich frustrierend. Man hat auch so

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viel Arbeit reingesteckt. Und dann sitzt man da mit dem Laptop

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auf den Schoß, tippt SSH-Befehle, während die

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anderen Netflix gucken, macht Maintenance-Modis, wartet, hofft,

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rebootet den Server, prüft Datenbank-Indizes, leert einen

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RIDIS-Cache, startet den Webserver wieder neu und

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irgendwann läuft es wieder bis zum nächsten Mal. Kann

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unheimlich frustrierend sein. Jetzt versteht mich nicht falsch,

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das wird hier ganz sicherlich kein Rant gegen Nextcloud. Denn

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Nextcloud ist ein wunderbares Werkzeug. Nextcloud hat

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unheimlich viel für die Open-Source-Szene in Deutschland

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getan. Ich schätze persönlich Frank Karliczek als einen der

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wichtigsten Köpfe in der europäischen

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Open-Source-Bewegung. Und Nextcloud ist tatsächlich ein

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perfektes Werkzeug. Läuft auf einem Raspberry Pi, läuft auf

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einem größeren Server, ist ein Schweizer Taschenmesser mit

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unheimlich vielen Funktionalitäten. Das sage ich

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absolut ohne Ironie. Jetzt aber das große Aber. Die Architektur

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von Nextcloud stammt aus einer Zeit, in der PHP die Antwort auf

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so ziemlich alles war. PHP war super. Und man hat für jede

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Anwendung eine MySQL-Datenbank gebraucht und das Ganze mit PHP

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angereichert. PHP, Apache, Redis, PostgreSQL, MariaDB, Cronjobs im

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Hintergrund, die die CPU auf 100% jagen, weil irgendwo ein

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Thumbnail generiert wird. Das war 2016 state of the art.

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Absolut. Und im Jahr 2026 fühlt es sich so ein bisschen an wie,

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naja, wie ein Windows XP-Rechner. Und man weiß, was man machen

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soll. Da kommt ein Update, aber man hat irgendwie Angst davor

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und hofft, dass danach noch alles funktioniert. Was ich hier

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wollte, war ein Cloud-Speicher. Kein Cloud-Speicher bei einem

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der Hyperscaler. Ihr wisst, wie ich zu denen stehe. Ich wollte

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auch keine Wetterstation mit irgendeinem integrierten

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Kanban-Board und 85 anderen Funktionen. Und das genau war

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der Punkt, an dem ich angefangen habe, mich umzuschauen. Wir

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haben jetzt 2026, März. Und wenn man nach einer Möglichkeit

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einer selbst gehosteten Cloud sucht, landet man am Ende bei

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drei Namen. Nummer eins, Nextcloud. Der Platzhirsch.

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Gerade auf einer riesengroßen, perfekten Welle mit Ioners

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unterwegs. Finde ich großartig. Feature komplett bis zum

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Abwinken. Es ist Kalender drin, Kontakte, Office,

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Videokonferenzen, Aufgabenverwaltung. Es ist auch

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sowas wie Social Media der Sport drin. Also alles, was man sich

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vorstellen kann. Tatsächlich. Aber das ist auch gleichzeitig

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das Problem. Für jede neue Funktion scheint die Stabilität

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der ursprünglichen Kernfunktion, also des Dateien-Syncs, ein

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kleines bisschen zu leiden. Das nennt man so schön den

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Feature-Bloat-Effekt. Oder wie ein Freund von mir neulich zu

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mir sagte, Nextcloud ist gerade wie ein Schweizer Taschenmesser,

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bei dem die Klinge nicht mehr ganz so perfekt schneidet, weil

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man drei Korkenzieher, fünf Schraubenzieher und noch ein

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paar extra Werkzeuge eingebaut hat. Nummer zwei. Und das ist

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technisch gesehen ein Quantensprung. Geschrieben in Go

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statt in PHP. Keine Datenbanken mehr nötig. Metadaten sind

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direkt im Dateisystem. Architektonisch unheimlich

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elegant gelöst. Aber, und das ist auch tatsächlich ein

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Problem, nachdem OwnCloud durch Kiteworks übernommen wurde,

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eine amerikanische Firma, das war irgendwann 2023 oder 2024,

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herrschte verhältnismäßig viel Unruhe in der

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Open-Source-Community. Viele der Kernentwickler haben dann das

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Unternehmen verlassen. Der Fokus verschob sich spürbar in

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Richtung Enterprise-Kunden. Ist per se auch nicht verkehrt, denn

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am Ende muss die Weiterentwicklung ja auch

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vernünftig bezahlt werden. Aber die Community fühlte sich

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plötzlich zweitrangig an. Und das ist natürlich ein bisschen

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traurig. Kommen wir zu Nummer 3, Open Cloud. Und hier wird's

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richtig interessant. Open Cloud ist ein Fork von OwnCloud

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Infinity Scale, wird vorangetrieben von dem Team

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hinter Heinlein Support, den Leuten, die auch Mailbox. org

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oder heute Mailbox betreiben. Und für die, die Mailbox. org

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nicht kennen, das ist einer der wenigen E-Mail-Anbieter in

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Deutschland, die seit 30 Jahren gegen massive Widerstände für

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sehr, sehr datenschutzkonforme Lösungen kämpfen, basierend

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auf Open Source. Und man muss wirklich sagen, wenn diese Leute

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einen Fork von dieser Lösung machen und sagen, wir bauen das

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jetzt richtig, dann ist das für mich definitiv Grund für einen

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Vertrauensvorschuss und sich das mal genauer anzuschauen. Open

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Cloud ist vielleicht nicht der bekannteste Name da draußen,

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aber es ist der, der am besten zu meiner Philosophie irgendwo

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passt. So wenig Komplexität wie möglich, so viel

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Funktionalität wie nötig. Kein Ballast, kein Venture Capital,

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kein Hyperscaler, kein Exitplan da irgendwo. Einfach solide

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Infrastruktur und das machen sie ausgezeichnet. Schauen wir einen

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kurzen Moment über Ressourcenbedarf. Und ja, jetzt

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wird es kurz technisch, aber ich verspreche, es wird nicht weh

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tun. Schauen wir uns Nextcloud an. Und mein Erfahrungswert im

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Leerlauf war, dass da ungefähr 800 Megabyte bis 1,2 Gigabyte

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RAM verwendet werden. Dauerhaft. 2 bis 5 Prozent CPU-Last

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permanent. Im Hintergrund laufen Chrome-Jobs, PHP-Prozesse werden

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abgearbeitet, die Datenbank macht irgendwas. Open Cloud

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dagegen im Leerlauf bei unter 200 Megabyte. CPU-Last ist quasi

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nicht messbar, weil, und das ist natürlich ein großartiger

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Architekturvorteil, Open Cloud ist in Go geschrieben. Und Go

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ist kompiliert, wird nicht interpretiert. Das ist durchaus

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ein gewisser Geschwindigkeitsvorteil. Kein

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Interpreter, der bei jeder Anfrage hochfährt. Keine

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Datenbank, die dahinter liegt. Und die Metadaten liegen direkt

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im Dateisystem bei den Daten selbst. Das ist eine

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Architekturdiskussion. Es gibt durchaus viele Vorteile bei der

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Nutzung von Datenbanken, aber auch in dieser Variante gibt es

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natürlich jede Menge Vorteile. Was bedeutet das in der Praxis?

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Nun ja, Open Cloud schläft tatsächlich, wenn niemand

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darauf zugreift. Es verbraucht keinerlei Ressourcen. Sobald ich

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eine Datei hochlade, schlägt natürlich die Go-Performance

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dann voll zu. Das ist ein Unterschied zwischen einem Motor

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im Leerlauf, der da vor sich hin brummelt, und einem Elektroauto,

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das eigentlich nur da steht, bis man wirklich das Pedal drückt

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und nichts tut. Und das Backup? Naja, bei Nextcloud war das

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immer ein Tanz. Datenbankdump, Daten sichern, hoffen, dass

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beide Stände irgendwie zeitlich zusammenpassen. Bei Open Cloud,

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das ist großartig. Ein einzelner ZFS-Snapshot, der ist

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atomarkonsistent. Alles passiert auf einen Rutsch. Snapshot von

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vor zwei Tagen gemountet, Open Cloud starten, und es ist, als

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wäre nichts passiert gewesen. Keinerlei

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Datenbank-Inkonsistenzen, und allein das ist von meinem

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Empfinden her der Umzug schon wert gewesen. Reden wir über

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das Setup, reden wir über den Umzug. Es heißt so schön, ohne

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Schmerzen geht es nicht. Ich will ja nicht schönreden. Der

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Umzug war definitiv nicht schmerzfrei, weil ich eben kein

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normales Docker-Setup fahre. Das geht sehr, sehr viel einfacher,

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wenn man einen normalen Docker-Container einfach

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hochfährt. Aber meine Spielwiese, meine Rebel Homebase,

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ist ein Kubernetes-Cluster, ein K3S-Cluster mit fünf Nodes. Und

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da gibt es natürlich Stolpersteine, die die meisten

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wahrscheinlich einfach nicht haben. Stolperstein Nummer 1 ist

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die Umgebungsvariable. Die heißt OC-URL, nicht Open

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Cloud-URL. Klingt sehr, sehr trivial, hat mich einen ganzen

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Abend beim Setup gekostet. Einmal falsch gesetzt, und die

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Web-Oberfläche zeigt nur noch fehlende oder falsche

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Konfiguration an. Keine hilfreiche Fehlermeldung. Man

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sitzt einfach davor und grübelt. Stolperstein Nummer 2 war dann,

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die Konfiguration wird beim allerersten Start in Stein

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gemeißelt. Also Open Cloud generiert beim Initialisieren

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zufällige Passwörter und Secrets und schreibt sie in die

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Config. Wenn diese Umgebungsvariable beim ersten

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Start falsch war, dann hast du einfach Pech gehabt.

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Nachträgliche Änderungen an den Variablen bringen nichts,

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weil die gespeicherte Config einfach Vorrang hat. Die einzige

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Lösung ist dann tatsächlich, neu aufsetzen. Von vorne

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anfangen. Also von vorne einfach vernünftig planen. Stolperstein

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Nummer 3, das Admin-Passwort, wird genau ein einziges Mal

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generiert. Beim ersten Start wird in den Logs ausgegeben und

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dann nie wieder. Wer die Logs nicht sofort liest, steht von

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einer verschlossenen Tür. Klingt alles sehr dramatisch,

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aber seien wir ehrlich, das sind Homelab-Probleme. Lösbar in

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einem oder zwei Abenden. Ich habe es am Ende auch hinbekommen.

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Mein Artikel auf dem Blog auf pandolin. io dokumentiert da

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jeden einzelnen dieser Stolpersteine, damit ihr sie im

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Zweifelsfall nicht wiederholen müsst. Also probiert es gerne

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aus, lest den Artikel. Bei der User Experience ist natürlich

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die, wie sagt man es schön, die mobile Erfahrung ist etwas, was

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sehr, sehr wichtig ist. Ein Cloud-Dienst ist immer nur so

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gut wie sein schlechtester Client. Und bei Nextcloud, ich

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war nicht begeistert von der Mobile-App. Die war langsam, ist

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gelegentlich abgestürzt und dann regelmäßig dieses

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Ladekarussell. Ich habe das sowohl auf einem iPhone

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ausprobiert gehabt, als auch in der letzten Zeit dann verstärkt

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auf meinem Google-Pixel-Lauf, das ich gewechselt habe. Und die

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Erfahrungen waren eigentlich vergleichbar. Die Open Cloud-App

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dagegen ist Und das sage ich tatsächlich selten. Wirklich

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ein Vergnügen zu benutzen. Ja, sie ist sehr klein, sie ist sehr

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schnell. Sie ist responsive bis zum geht nicht mehr.

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Verzeichnisse laden sofort. Foto-Upload läuft im

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Hintergrund, ohne dass man dran denken muss. Und auch diese

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Files-on-Demand-Funktion zeigt sofort die gesamte

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Verzeichnisstruktur an, ohne dass man den Handyspeicher

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komplett überlaufen lässt. Ja, erst beim Antippen wird

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heruntergeladen. Das kann man aber natürlich auch ändern.

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Und ja, ich verwende das jetzt nicht, um meine Fotos zu

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synchronisieren. Dafür verwende ich eine andere Plattform, die

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nennt sich Image. Kennt der eine oder andere vielleicht auch.

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Aber ich habe es mal ausprobiert. Und es läuft in einem Flutsch

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durch. Und das Schönste daran ist tatsächlich, diese App

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kommt ebenfalls von der Open Cloud GmbH in Berlin. Also vom

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Server im Keller bis zur App in der Hosentasche. Du hast, wenn

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du das einsetzt, eine durchgehende Kette. Komplett

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datenschutz-grundverordnungskonform . Komplett Open Source. Komplett

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unter meiner eigenen Kontrolle. Und das ist wahrhafte digitale

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Souveränität, die man anfassen kann. Oder zumindest mal auf dem

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Display antippen kann. Und ich habe euch noch einen Use Case

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versprochen. Der E-Book-Twist, will ich es mal sagen. Und zwar,

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ich war da am meisten überrascht, weil das ist etwas,

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das hat sich innerhalb der ganzen Bastelei ergeben. Ich

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hatte den Umzug auf Open Cloud geplant als ein reines

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Infrastrukturprojekt. Datensync fertig. Aber dann kam irgendwann

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ein Paket. Und zwar ein Books Go 7. Das ist ein E-Ink-Book-Reader.

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E-Book-Reader, E-Ink-Book-Reader. Basierend auf Android. Ich habe

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gar nicht gewusst, dass es sowas tatsächlich gibt. Aber ich

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wollte mich eh schon die ganze Zeit vom Amazon-Ökosystem, von

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meinem Amazon-Kindle irgendwo trennen. Und habe ein bisschen

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geschaut und habe diesen E-Book-Reader gefunden. Hat

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natürlich wesentlich weniger Akkulaufzeit. Hat ein

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E-Ink-Display von einer durchaus guten Qualität. Und es läuft

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tatsächlich ein vollumfängliches Android da

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drauf. Ein offenes Gerät und man kann die ganz normalen Apps

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installieren. Ja, das Display ist ein bisschen weniger

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responsive. Das ist jetzt nicht geeignet, um Videos oder sowas

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anzuschauen, wie es die meisten E-Ink-Displays sind. Aber

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plötzlich hatte ich so ein Aha-Erlebnis und es hat sich ein

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Workflow ergeben, der wirklich so naheliegend ist, dass ich

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mich dann gefragt habe, warum ich das nicht schon vor Jahren

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gemacht habe. Ich schaue in erster Linie, dass ich DRM-freie

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E-Books bekomme. Also E-Pub-Format oder E-Pub-Format.

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Und diese E-Books packe ich in einen Ordner in Open Cloud. Auf

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dem E-Books dagegen installiere ich die Open Cloud App, verbinde

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sie mit dem Server, öffne den E-Book-Ordner, klicke einmal

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drauf, öffne das Buch und lese. Also instantly fertig. Kein

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Amazon, kein Tracking, keine Werbemitteilung mit einem Kunden,

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die dieses Buch gekauft haben, kauften auch. Oder dies könnte

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dich auch interessieren. Und vor allen Dingen auch keine Lizenz,

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die einem irgendwo entzogen werden kann oder die nur

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zeitlich beschränkt ist. Und das ist tatsächlich meine

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unbequeme Wahrheit über meinen Kindle. Du kaufst kein Buch, du

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kaufst eine Lizenz, ein zeitlich beschränktes Nutzungsrecht.

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Manche sind, ja, weniger zeitlich eingeschränkt. Aber

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Amazon weiß genau, was ich lese, wann ich es lese, wie schnell

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ich lese, wo ich aufgehört habe. Und wenn Amazon irgendwann mal

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beschließen sollte, dass dieses Buch aus dem Sortiment genommen

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wird, dann kann es einfach sein, dass es weg ist. Von meinem

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Gerät. Und das ist jetzt keine dystopische Vorstellung, das

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steht tatsächlich so in deren AGBs. Naja, also die große

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Frage ist natürlich, woher bekommt man DRM-freie Bücher?

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Und per se muss es nicht unbedingt DRM sein. Es gibt auch

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EPUBs, die mit entsprechenden Wasserzeichen und so weiter

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versehen sind. Die kann man auch wunderbar auf die gleiche Art

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und Weise irgendwo synchronisieren. Aber hier

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greifen einfach zwei Aspekte sehr ineinander, die ich sehr

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mag. Also beam-ebooks. de ist eine wunderbare Anlaufstelle im

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deutschsprachigen Raum. Da gibt es verhältnismäßig viel.

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Standard-ebooks, perfekt aufbereitet, auch Klassiker der

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Gemeinfreiheit. Also dagegen haben wir das Projekt Gutenberg.

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Riesiges Archiv. Also es mangelt nicht an Content, wenn man lesen

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möchte. Eine ganz bittere Ironie aber, es gibt ein

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wunderbares Buch von Zuboff. Das nennt sich das Zeitalter des

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Überwachungskapitalismus. Das kennt der eine oder andere

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vielleicht, weil es das eine der großen Kritiken ist an Big Tech.

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Und genau dieses Buch bekommt man eigentlich fast nicht ohne

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Digital Rights Management. Und das ist einfach nur irgendwie

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bizarr.

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Open Cloud ist also für mich nicht einfach nur ein Next Cloud

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Ersatz. Es ist ein Baustein in meinem ganz persönlichen

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größeren Bild. Wie gesagt, ich will Next Cloud hier nicht

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schlecht reden. Das hat lange Zeit für mich einen perfekten

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Job erfüllt. Und für viele ist Next Cloud wahrscheinlich auch

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die bessere Lösung. Aber mein digitales Leben 2026 gerade

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sieht jetzt so aus. Ich chatte über Matrix und habe für die,

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die es noch nicht geschafft haben, auch drei Bridges

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eingebaut. Für WhatsApp, Signal und Telegram. Mein Social Media

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mache ich über GoToSocial auf meinem Server. Meine eigene

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kleine Feediverse-Instanz. Dateien synchronisiere ich über

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Open Cloud. Fotos über Image. Für Musik habe ich einen

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Navidrome-Server. Medien laufen über Jellyfin. Podcast, naja,

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ihr hört hier gerade das erste Mal rein. Und alles auf einem

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Server in meinem Arbeitszimmer, an dem drei, vier, fünf, sechs

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kleine Raspberry Pi Blades hängen, tatsächlich begeistert

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mich das gerade durchaus sehr.

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Alles ist Open Source, alles ist unter meiner Kontrolle und alles

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miteinander und mit der Welt verbunden. Und das ist der

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entscheidende Punkt. Digitale Souveränität heißt ja nicht

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Technologieverweigerung oder Isolation, ganz im Gegenteil.

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Das heißt nicht, dass ich in einer Blase lebe. Also mein

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Matrix-Server föderiert mit jedem anderen Matrix-Server

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dieser Welt. Genau dasselbe macht mein Go-to-Social,

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föderiert mit hunderten von Mastodon-Servern da draußen. Ja,

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jetzt nicht mit den klassischen Diensten der Hyperscaler, aber

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das ist ein anderes Thema. Und mein Podcast-Feed ist in jeder

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einzelnen Podcast-App dieser Welt abonnierbar. Ich bin Teil

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des Netzwerkes. Ich habe nur gewählt, dass ich hier auf

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meinem eigenen Fundament stehe, statt dass ich mir irgendwo

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einen geliehenen Boden irgendwo miete. Ist das aufwendig?

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Absolut. Braucht man das? Mit Sicherheit nicht. Aber es ist

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ein schöner Proof of Concept dafür, dass es geht. Dass man

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eben nicht auf Google, Microsoft, Amazon und wie sie alle da

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draußen heißen angewiesen sein muss. Und dass die Werkzeuge

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2026 uns für Flexibilität und Vielfalt definitiv mehr

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Möglichkeiten geben, als wir jemals vorher hatten. Und auch

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die Usability. Und das ist der wichtigste Punkt. Die Usability

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ist an einem Punkt angekommen, dass man, dass jemand so wie ich,

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der jetzt nicht unbedingt ein klassischer Techniker ist,

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sondern eher, ich sage mal, ein ambitionierter Mensch mit

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technologischem Vertriebshintergrund, dass auch

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ich sowas hinbekomme. Und ich habe das getestet. Ich habe die

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Rechner hart ausgeschaltet. Ich habe Stecker gezogen. Ich habe

17:26

es hoch und runter gefahren. Und ja, ich musste lange basteln,

17:29

bis all meine Pots danach wieder sauber hochfahren. Aber das

17:32

läuft jetzt tatsächlich.

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18 Minuten 56 oder sowas in der Richtung. Wir kommen

17:38

tatsächlich schon zum Ende. Und ja, das war es für heute. Mein

17:43

Debüt. Ihr habt bis hierher durchgehalten, sonst würdet ihr

17:45

jetzt nicht mehr zuhören. Meinen Respekt und meinen Dank.

17:48

Den Blogartikel zu dieser Episode mit allen technischen

17:51

Details, Setup-Anleitungen und den Links findet ihr, wie

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üblich, auf pandolin. io. Und wenn ihr Open Cloud mal

17:58

ausprobieren wollt, ohne selbst einen Server aufzusetzen,

18:00

schreibt mir. Ich habe das auch auf der Webseite publiziert. Ich

18:04

richte euch gerne mal einen Test-Account ein. Keine SLAs

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natürlich, keine Produktivdaten. Seid gnädig. Ich habe nur ein

18:10

ganz langsames DSL. Die Post ist hier, beziehungsweise Post sage

18:14

ich schon, die Deutsche Telekom ist nicht wirklich performant

18:17

hier. Also wenn jemand von der mithört und eine Möglichkeit

18:20

hat, hier irgendwas zu tun, ich wäre euch sehr dankbar. Ihr

18:24

findet mich im Feediverse unter at pandolin. online oder einfach

18:28

auf pandolin. io. Oder schreibt mir ganz altmodisch eine E-Mail.

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Und zum Abschluss bediene ich mich wieder ein kleines bisschen

18:35

bei Placebo. Ja, ihr kennt diese Band. All it takes is one shelf,

18:40

one server, one decision. Not for everyone. Proven possible.

18:43

That's enough. One person, one homelab, one less excuse. Also,

18:48

probiert es einfach aus und ich freue mich, wenn ihr das

18:50

nächste Mal wieder einschaltet. Bis zum nächsten Mal. Euer

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Pandolin. Bis zum nächsten Mal.