Ein Waschbär lernt Rust
Ep. 02

Ein Waschbär lernt Rust

Episode description

Ubuntu 26.04 LTS “Resolute Raccoon” ist seit dem 23. April 2026 draußen. In dieser Folge schauen wir uns nicht an, was auf dem Desktop neu ist, sondern was sich im Fundament verschiebt. Canonical tauscht schrittweise zentrale Userspace-Werkzeuge gegen Rust-Implementierungen aus. sudo wird zu sudo-rs. Große Teile der GNU coreutils werden durch uutils ersetzt. cp, mv und rm bleiben vorerst bei GNU, weil dort noch Sicherheitsthemen offen sind. Was auf den ersten Blick wie ein technisches Detail aussieht, ist auf den zweiten Blick ein Generationenwechsel mit lizenzpolitischer Sprengkraft. Aus GPL wird MIT. Das ist kein Zufall, das ist eine Richtungsentscheidung. Wer digitale Souveränität ernst nimmt, sollte mitlesen. Themen dieser Folge: Die Geschichte hinter dem Codenamen “Resolute” und Steve Langasek Was ein LTS für Server, Hyperscaler und Homelabs bedeutet TPM-Verschlüsselung, Authd und die Frage, wem der Schlüssel eigentlich gehört Die Oxidation: sudo-rs, uutils und der Sonderfall cp, mv, rm Trifecta Tech Foundation und Open-Infrastructure-Software jenseits der “Großen” oxidizr als Werkzeug für den vorsichtigen Umstieg GPL gegen MIT: warum die Lizenzfrage politisch ist Hardware-Anforderungen, Support-Zeiträume und Souveränität als Zeitfrage Persönlich: Rust-Lernweg parallel zur Distributions-Realität Erwähnte Links und Quellen: Vollständiger Blog-Artikel auf pandolin.io: https://pandolin.io/… Canonical-Ankündigung zu Ubuntu 26.04 LTS Trifecta Tech Foundation: https://trifectatech.org uutils-Projekt: https://uutils.github.io/coreutils/ oxidizr auf GitHub Ubuntu Discourse zu rust-coreutils Status Mitmachen, hören, weitersagen. One Rust crate. One homelab. One less excuse.

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Spur 1: Pandolin on Air Teil 2. Wunderbar. Ich freue mich sehr,

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dass ihr alle wieder dabei seid und zuallererst einmal ganz

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vielen herzlichen Dank für all das sehr, sehr positive Feedback,

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was ich für die erste Folge bekommen habe. Da macht es doch

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gleich doppelt so viel Spaß. Worüber will ich heute reden?

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Ihr habt vielleicht mal einen Artikel gelesen, der da heißt,

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ein Waschbär lernt Rust. Ein Klassiker der großen

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Distributionen hat seine neue LTS-Version vorgestellt. Also

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Canonical mit Ubuntu, Version 26.04. Ja, 2026, April 26.04 hat

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die Version Resolute Raccoon vorgestellt. Der Resolute

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Waschbär. Die neue Version wurde jetzt am 23. April

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vorgestellt und zwar eben mit genau diesem Codenamen Resolute

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Raccoon. Was eigentlich eine ganz schöne Anekdote ist, weil

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der Name wurde von Steve Lankasek vorgeschlagen. Der war

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sehr, sehr lange Debian und Ubuntu Release Manager. Ist

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leider Anfang des Jahres verstorben, aber einer der,

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einer der großen Namen in der IT, speziell im Linux-Bereich.

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Und auf die Art und Weise ist es natürlich schon so, dass die

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Distribution so ein kleines Denkmal für ihn vor sich her

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trägt. Finde ich sehr, sehr gut. Sehr resolut, sehr unbeirrbar.

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Und wer so einen Waschbären mal gesehen hat, der wird auch

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verstehen, wie resolut diese kleinen Tierchen doch durchaus

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sein können. Geht kaum passender für eine LTS-Version.

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Wir wissen alle, dass LTS wirklich lange durchhält. Das

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heißt vom Support her, 10 bis 15 Jahre werden da definitiv ein

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paar Millionen Server weltweit laufen. Ob das jetzt Endkunden

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sind, ob das typische Rechenzentrumsbetreiber sind,

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dann unsere allzeit geliebten Hyperscaler natürlich und

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natürlich auch in allen anderen Containerumgebungen und auch

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natürlich in meinen Homelab-Szenen und Setups,

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findet man Ubuntu dann auch in der neuesten Version. Schauen

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wir uns an, was sich alles so Interessantes geändert hat.

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Natürlich GNOME 5.0, Wayland-Only endlich. X11 ist

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aus der Standard-Session rausgeflogen. Macht auch

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irgendwann Sinn, die alten Zöpfe abzuschneiden.

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Linux-Kernel in der Version 7, Mesa Version 26. Also alles

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schön stabil upgedatet. Jetzt gibt es tatsächlich auch schon

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vom Installer anwärts TPM-gestützte

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Vollverschlüsselungen. Darüber kann man jetzt viel diskutieren.

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TPM kann die Sicherheit erhöhen, aber man muss sich natürlich

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immer die Vertrauensfrage stellen, wem gehört der

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Schlüssel zur eigenen Maschine? Ist es die Firma gegebenenfalls?

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Ist es der Anwender? Ist es gegebenenfalls auch der

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Hersteller? Nutzer, Organisation oder den Betreiber des

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Ökosystems? Das ist etwas, was man sehr, sehr kritisch auch

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betrachten muss, so schön die Technologie per se erstmal

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wirken kann. Dann gab es da auch noch das Stichwort

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Post-Quantum-Kryptografie. Muss ich mir mal genau anschauen, was

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Sie damit meinen, weil das klingt im ersten Moment ein

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bisschen nach Marketing. Aber KI ist natürlich auch in aller

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Munde. Da muss man auch ganz klar sagen, die Unterstützung

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für KI ist jetzt fast schon mit an Bord. Man kann also mit einem

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einfachen Apt-Befehl auch durchaus die Unterstützung für

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AMD-Grafikkarten bzw. NVIDIA-Grafikkarten

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nachinstallieren. Was natürlich auch eine ganz schöne Sache ist,

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wenn man seine ersten Schritte oder auch seine

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professionelleren Schritte mit den entsprechenden Modellen

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fahren möchte. Der hauseigene Authentifizierungsdämon von

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Ubuntu-Audi ist ganz interessant in diesem Fall. Klar, sie haben

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natürlich eine etwas bessere Unterstützung für das

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Microsoft-Entra-ID integriert geschenkt. Das ist nicht

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wirklich spannend an der Stelle. Spannend ist aber, dass

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Canonical hier gleichermaßen den Weg zum Google-IAM geöffnet

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hat und gleichermaßen damit auch zu allen anderen draußen

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verfügbaren freien

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OIDC-konformen-Identity-Providern . Das ist eine richtig spannende

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Geschichte, weil damit natürlich eine gewisse

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Flexibilität in Zukunft für uns alle möglich ist, die wir

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so noch nicht kennen bzw. kannten frei ab Werk. Und

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dementsprechend können wir auch wirklich unsere

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Identity-Services freigestalten. Ja, ansonsten WiFi 7, Bluetooth

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5.4, Apt 3.1 mit einem wirklich schön überarbeiteten

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Dependency-Resolver. Schneller, ein bisschen stabiler. Finde ich

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großartig. Dann gibt es natürlich noch Dracut oder

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Dracat. Das löst die klassischen alten

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Inet-RAM-FS-Tools ab. Wesentlich stabiler, wesentlich schneller.

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Also eine wirklich großartige Sache. Server-seitig ist es auch

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ganz interessant. Confidential Computing für Intel TDX, für

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AMD SEV. RVA-23 gibt es für die RISC-Baseline, also die

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RISC-Prozessoren. Wirklich eine schöne Sache. Und wie ich schon

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gesagt habe, für das Thema KI gibt es natürlich auch diese

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native ROC-M-Pakete oder auch für CUDA das Ganze. Also fast

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ein kleines bisschen mehr als nur solide Hausmannskost. Und

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das in einem LTS finde ich tatsächlich großartig. Das

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Stichwort heißt natürlich Oxidierung oder Oxidation, wie

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die Community so schön sagt. Was hat Canonical gemacht?

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Kritische Userspace-Komponenten werden gerade in Rust neu

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geschrieben. Das ist eine richtig großartige Geschichte.

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Das heißt, Schritt für Schritt werden Rust-Implementierungen

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erstellt, die klassische alte Tools ersetzen. Ja, sudo wird zu

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sudo rs. Teile der GNU Core-Utilities werden durch

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uu-utils ersetzt. Also interessant, was da gerade

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passiert. So was geht natürlich auch nur Schritt für Schritt.

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Also ist noch nicht ganz alles fertig. Aber die Befehle wie

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Copy, Move, Remove und so weiter, die bleiben erstmal bei der GNU.

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Canonical hat da noch ein paar gewisse Sicherheits- und

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Kompatibilitätsthemen im Raum stehen. Und dementsprechend

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dauert das einfach noch ein kleines bisschen länger. Aber

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das macht genau den Vorgang interessant. Es ist kein rein

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blindes Rust-Is-Neu, wir machen jetzt alles besser, sondern es

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ist eine kontrollierte Operation am offenen Herzen. Stück für

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Stück. Und so geht das langsam voran. Und das ist sicherlich

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sehr, sehr interessant zu sehen, wie sich es weiterentwickelt.

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Ubuntu's oder Canonicals offizielle Begründung lauten

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Speichersicherheit. Und das ist natürlich richtig. Rust hat

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eine Komponente, die nennt sich Borrow Checker. Und der Borrow

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Checker ist jetzt ein essentielles Werkzeug. Führt

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ein bisschen weit, das jetzt komplett zu erklären. Aber es

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ist ein essentielles Werkzeug für Thread- und

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Speichersicherheit. Also wirklich etwas Großartiges.

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Schwierig zu verstehen, wenn man als Programmieranfänger

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reingeht. Ich kämpfe mich da gerade durch. Aber ich denke,

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die Kernaussage ist eigentlich eine andere. Die meisten

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Werkzeuge, die wir gerade angesprochen haben, sind

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inzwischen so alt, dass sie komplett ausentwickelt sind. Da

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gibt es keine Memory-Bugs mehr oder sowas in der Richtung. Sie

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sind laufstabil, sie sind sauber, sie sind komplett ausentwickelt.

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Was bringt uns jetzt Rust? Rust ist ein wirklich essentieller

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Generationenwechsel. Eine Code-Basis, mit der auch heute

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ein moderner Entwickler gerne arbeitet. Also keine Autotools,

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keine 30 Jahre alte C-Convention irgendwo oder irgendwelche

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Speicherfehler, mit denen man sich selber in den Fuß schießt.

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An der Stelle müssen wir natürlich die Trifecta Tech

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Foundation erwähnen. Das ist eine niederländische NGO, die

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sich darauf spezialisiert hat, Open Infrastructure Service for

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the Public Interest zu erstellen und zu pflegen. Die stehen

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hinter Sudo RS. Die verantworten auch Zlib RS und NTPDRS. Also

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die machen genau diese Art von Infrastrukturarbeit, über die

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eigentlich niemand redet. Mal bis zu dem Moment, wenn

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irgendwas nicht funktioniert, dann stellt man fest, dass die

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plötzlich überall ist. Und was hier eigentlich ganz schön ist,

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ist, dass wir hier einen Anbieter haben oder eine

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Foundation tatsächlich, die eben nicht am Tropf der paar

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Großen hängt. Auch wenn sich der eine oder andere da ein

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bisschen mit engagiert von denen, aber sie sind tatsächlich

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unabhängig. Und das ist manchmal ganz beruhigend, wenn

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man eben nicht an AWS, Google oder Microsoft oder Oracle oder

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IBM oder wie sie alle heißen irgendwo hängt. Wer jetzt

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gerade den Übergang testen möchte, ohne das System sofort

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im Zweifelsfall gegen die Wand zu fahren oder komplett

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umzustellen, der nimmt das Tool, das heißt Oxidizer. Mit

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Oxidizer kann man einfach mal die alten Tools wegsichern, die

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Rust-Varianten nutzen und auch per Knopfdruck zurückrollen.

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Very britisch in seiner Höflichkeit. Es gibt aber so

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einen kleinen Elefantenraum, über den wir reden müssen. Und

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zwar das ist das Thema Lizenz. Die meisten ignorieren das Thema

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Lizenzen bei Open Source, bis ihnen vielleicht doch auch mal

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irgendwas auf die Füße fällt. Und zwar interessant in dem Fall

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ist, dass die klassischen GNU-Core-Utils unter der GPL

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stehen. Die UU-Utils stehen unter der MIT-Lizenz. Wir reden

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jetzt nicht über technisches Detail, sondern tatsächlich

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über ein fast politisches Bekenntnis. Die GPL garantiert

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grundsätzlich bei der Weitergabe abgeleiteter Werke,

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dass Quellcode und Freiheitsrechte mitwandern. Das

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heißt, beim MIT ist es sehr, sehr, sehr viel permissiver. Man

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hat mehr Rechte an der Stelle. Wenn man MIT-Code nimmt, darf

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man ihn auch in ein proprietäres Produkt einbauen.

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Bei der GPL bedeutet es, dass ich das eben nicht in ein

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proprietäres Produkt bauen darf, sondern dass auch das Produkt,

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was ich selber erstelle, am Ende irgendwo unter Open Source

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stehen muss. Frei verfügbar, mit genau denselben Rechten. Das

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kann pragmatisch sein und manchmal ist es auch sinnvoll,

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weil irgendwann müssen wir Wertschöpfungsketten oder

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finanzielle Wertschöpfungsketten darstellen.

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Aber man darf auf jeden Fall nicht so tun, als sei es

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wirklich politisch neutral. Also um es nochmal ganz klar zu sagen,

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das klingt alles etwas kompliziert, aber wer GPL

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verwendet, sorgt dafür, dass die anderen, die mit dem Produkt

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weiterarbeiten und darauf aufbauen, auch ihr Produkt unter

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die GPL stellen müssen und entsprechend auch weiter

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freigeben müssen. Wenn ich das Ganze mit der MIT-Lizenz mache,

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habe ich die Möglichkeit, diese Art von Weitergabe, den

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Open-Source-Gedanken ein bisschen einzuschränken. Das

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ist per se nichts Schlimmes, aber wie gesagt, es ist

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grundsätzlich mal nichts Neutrales. Und da muss man

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wirklich aufpassen. Wenn man digitale Souveränität ernst

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nehmen möchte und auch 100% draufsetzen möchte, dann ist es

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eben nicht nur eine Frage von einem Datenstandort oder einem

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Open-Source-Etikett, was wir raufkleben, sondern die Frage

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ist, welche Nachnutzerrechte irgendwo da mitgehen. Wenn ich

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die GPL aufgebe, gebe ich gewisse Garantien auf. Ganz

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einfach. Wie gesagt, es ist akzeptabel, man muss sich nur

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darüber im Klaren sein. Das macht das Thema Oxidation, also

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sprich das Rusten, überhaupt nicht falsch. Es macht es aber

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ein kleines bisschen politischer. Und wer sich dabei engagiert,

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sollte natürlich genau mal aufpassen, was er in dem Fall

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unterschreibt oder akzeptiert, wenn er auf License Agreements

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und so weiter klickt. Manchmal gibt es so Kleinigkeiten, die

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einen aber dazu bringen, dass man schmunzelt und sich darüber

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freut, dass hier wirklich Enthusiasten unterwegs sind.

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Also das Boot-Spinner-Logo zum Beispiel ist sowas. Inspiriert

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vom Sunburst-Schwanz von dem Raccoon. Läuft mit 60 Frames.

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Ist ein wunderschönes, kleines, liebenswertes Detail. Ändert

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nichts, aber verrät wirklich, dass hier ein richtiger

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Enthusiast unterwegs war. Ubuntu Mate auf der anderen Seite hat

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keinen LTS-Status bekommen. Der Projektleiter ist Ende März

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gegangen. Ob das daran liegt oder nicht, ist nicht so ganz

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eindeutig. Aber Status ist Mate grundsätzlich kein LTS.

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Edubuntu hat einen neuen Installer mit GTK 4 und QT6

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Backend. Kubuntu dagegen liefert jetzt schon Plasma 6.6 für alle,

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die ihre klassische alte, an Windows angelehnte GUI noch

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nicht loslassen können oder wollen. Andererseits sind die

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Hardware-Anforderungen ein kleines bisschen gestiegen. Wir

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brauchen jetzt 6 GB RAM für den Desktop, 25 auf der Platte.

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Grundsätzlich ist das alles verschmerzbar bei den Geräten,

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die heutzutage mindestens eh mit 16 bis 32 GB RAM kommen. Auch

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wenn RAM-Preise ja gerade in abstrusen Regionen irgendwo

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rumgeistern. Aber auch die von uns, die mit wirklich alter

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Hardware unterwegs sind, für die gibt es ja immer noch

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X-Ubuntu oder Lubuntu. Auch interessant, weil

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zukunftsgerichtet. Kernel Live-Patching gibt es jetzt auch

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auf der ARM-Plattform. Aber etwas, was ich persönlich total

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spannend finde, ist jetzt, dass die Scheduler-Extension

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hot-swappable EBPF-Scheduler erlaubt. Klingt im ersten Moment

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auch wieder furchtbar technisch anspruchsvoll. Aber das

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Interessante hier ist wirklich, dass ich zur Laufzeit den

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Scheduler für die CPU-Tasks einfach mal austauschen kann. Je

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nach Task kann ich wirklich hin und her shiften. Keine

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Reboot-Szenarien und so weiter. Wirklich sehr, sehr spannend.

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Ansonsten Crash-Dubs. Crash-Dubs sind im Desktop-Standard mäßig

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aktiv. Auch eine tolle Sache. Wer unterwegs ist und manchmal

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debugged, wird sich darüber sehr, sehr freuen. Das sind die

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Kleinigkeiten, die im Alltag eigentlich dem User nie

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auffallen. Aber wenn ich speziell im Server-Bereich da

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unterwegs bin, macht es manchmal einen riesengroßen Unterschied.

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Reden wir einen kurzen Moment über die professionellen

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Anwender an der Stelle. Standard-Support für Ubuntu ist

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fünf Jahre. Wenn ich Ubuntu Pro lizenziere, werden zehn Jahre

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Support draus. Und dann kann ich sogar noch einen Legacy-Add-on

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erwerben. Da werden 15 Jahre Support draus. Das heißt,

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eigentlich, wenn ich heute einen LTS-Server aufsetze, kann ich

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den bis 2041 unter Support fahren. Da können sich manche

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anderen Hersteller durchaus mal ein Scheibchen von abschneiden.

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Und das ist nämlich genau eine der wichtigsten Formen von

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digitaler Souveränität. Und zwar die Hoheit über die eigene

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Zeit. Man hat keinen Takt, der durch irgendeinen

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Hardware-Hersteller gegeben wird. Wir haben keinen Takt, der durch

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eine Konto-Integration in irgendeinem Cloud-Services

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vorgegeben wird. Oder eine Design-Entscheidung, die

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irgendein Anbieter in seinem Betriebssystem mit vorantreibt.

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Sondern ich habe tatsächlich hier 14 Jahre, 15 Jahre die

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Hoheit über meine eigene Infrastruktur. Noch ein paar

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persönliche Worte von mir. Ich persönlich lerne ja gerade Rust.

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Das habt ihr vielleicht mitbekommen. Bin da ein

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Anfänger, hab jahrzehntelang nicht mehr programmiert, also

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quasi keine Vorkenntnisse und arbeite mich wirklich über

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Bücher und kleine Projekte gerade voran. Und das ist

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wirklich ein spannendes Thema, weil ich das durchaus mit

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KI-Unterstützung mache, aber eine KI dazu zu prügeln, dass

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sie einem nicht nur Copy-und-Paste-Vorlagen gibt,

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ist manchmal schon schwierig. Aber das funktioniert in dem

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Fall tatsächlich mit Claude von Antropic bei mir ganz gut. Ich

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habe da auch ein paar Bücher hochgeladen, habe die als

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Lernplattform für den Agenten implementiert und, ja, ist ein

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schöner Weg dahin. Also ich verstehe gerade, ich versuche

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gerade zu verstehen, was Lifetimes eigentlich sind und

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während ich das mache, schreibt eben einer der großen

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Distributoren eben Ubuntu an der Stelle eine gesamte

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Werkzeugkiste neu. Das ist spannend, irgendwie ein bisschen

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eigenartig, weil das zeitgleich gerade passiert. Aber es ist

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schön zu sehen, dass während ich da also wirklich Zeile für

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Zeile versuche, Code zu kapieren, dass tatsächlich auch gerade

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die Großen denselben Weg gehen und eben Befehle wie LIST oder

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CAT irgendwann auf Rust auf jedem Server dieser Welt

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innerhalb der nächsten Monate wahrscheinlich im Einsatz sein

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werden. Ich denke auch, dass das der eigentliche Punkt ist. Also

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Resolute Raccoon ist jetzt kein Release, bei dem man sagt, oi,

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da sind super tolle neue Widgets drin, einen KI-Knopf oder

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irgendeine weitere Kontoverzahnung mit

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Online-Services. Sondern es werden klassische, notwendige

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Werkzeuge im Fundament ausgetauscht und erneuert. Das

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passiert total leise, total unspektakulär und genau da, wo

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ein Betriebssystem eigentlich seine Stärken ausspielt. Nicht

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als Frontend für irgendeinen Cloud-Dienst, sondern

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tatsächlich als Backend für meine lokale Maschine, für

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meinen lokalen Service. Und das ist meiner Meinung nach wirklich

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der interessante Vorgang, den wir hier gerade erleben. Und das

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liest man in der Zusammenfassung von den Release-Notes nicht so

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ohne weiteres. Man muss sich das schon genau angucken. Ihr wisst

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ja, dass ich manchmal ein bisschen kritisch bin. Und ich

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habe es vorhin schon gesagt, viele andere Betriebssysteme

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gehen gerade den Weg, dass sie zu einem reinen Frontend für

16:03

irgendwelche Cloud-Anbieter werden. Oder für Firmen, die

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sich als Cloud-Anbieter neuerdings verstehen. Und so

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wirkt dagegen Ubuntu 26.04 irgendwie fast ein bisschen

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altmodisch erwachsen. Very British Conservative, könnte

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man sagen. Es kümmert sich um die klassischen Fundamente. Es

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kümmert sich um Sudo. Es kümmert sich um List. Es

16:23

kümmert sich um die Core-Utils. Um Init-RAMFS. Scheduler,

16:27

Crash-Dumps, Kryptografie. All die Dinge, die niemand auf einer

16:30

großen Bühne jemals beklatschen wird. Kein

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Next-Big-Thin, was man irgendwo in die Kamera halten kann. Die

16:36

aber wirklich darüber entscheidet, ob meine eigene

16:38

Infrastruktur oder eure an der Stelle, ob sie wirklich trägt,

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ob sie stabil ist oder einfach nur hübsch und sexy blinkt.

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Also in dem Fall ist dieser Waschbär wirklich sehr, sehr

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resolut. Speziell in der Foundation, in seinem Fundament.

16:51

Wie schaut das jetzt tatsächlich bei mir zu Hause

16:53

aus? Werde ich mein Heimsystem updaten? Das Z-Book habe ich

16:57

bereits upgedatet. Funktioniert wunderbar. War ein

16:59

In-Place-Update. Bis jetzt habe ich da nichts gemerkt, was in

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irgendeiner Art und Weise geht. Problemchen generiert hat. Die

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Server, naja, ihr kennt mal einen Blade-Cluster. Das werde

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ich nicht tun. Die läuft auf 2410 LTS. Es gibt einfach noch

17:15

keine Notwendigkeit. Es läuft stabil. Und man sagt ja auch

17:19

immer so ein kleines bisschen, ein LTS wird erst dann produktiv,

17:22

wenn die erste Point-Release durch ist. Das wäre dann die

17:25

26.0401. Das ist auf der 6. August dann irgendwann. Aber bis

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dahin ist Resolute Raccoon bei mir auf dem Z-Book unterwegs und

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testweise auf dem großen Rechner in einer virtuellen

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Maschine. Zeit genug, dass ich noch ein kleines bisschen Rust

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lernen kann zwischendurch und euch davon auch vielleicht das

17:43

nächste Mal das eine oder andere Feedback geben kann. Ja,

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an der Stelle bin ich heute eigentlich schon kurze Folge.

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Mir bleibt eigentlich nur, euch ein schönes, verlängertes 1.

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Mai-Wochenende zu wünschen. Und, naja, ihr wisst ja immer so ein

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kleiner Spruch am Ende. One Rust Crate, One Homelab, One Less

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Excuse. Ich freue mich auf das nächste Mal und ich hoffe, es

18:05

hat euch gefallen und war für euch interessant. Macht's gut!