Spur 1: Pandolin on Air Teil 2. Wunderbar. Ich freue mich sehr,
dass ihr alle wieder dabei seid und zuallererst einmal ganz
vielen herzlichen Dank für all das sehr, sehr positive Feedback,
was ich für die erste Folge bekommen habe. Da macht es doch
gleich doppelt so viel Spaß. Worüber will ich heute reden?
Ihr habt vielleicht mal einen Artikel gelesen, der da heißt,
ein Waschbär lernt Rust. Ein Klassiker der großen
Distributionen hat seine neue LTS-Version vorgestellt. Also
Canonical mit Ubuntu, Version 26.04. Ja, 2026, April 26.04 hat
die Version Resolute Raccoon vorgestellt. Der Resolute
Waschbär. Die neue Version wurde jetzt am 23. April
vorgestellt und zwar eben mit genau diesem Codenamen Resolute
Raccoon. Was eigentlich eine ganz schöne Anekdote ist, weil
der Name wurde von Steve Lankasek vorgeschlagen. Der war
sehr, sehr lange Debian und Ubuntu Release Manager. Ist
leider Anfang des Jahres verstorben, aber einer der,
einer der großen Namen in der IT, speziell im Linux-Bereich.
Und auf die Art und Weise ist es natürlich schon so, dass die
Distribution so ein kleines Denkmal für ihn vor sich her
trägt. Finde ich sehr, sehr gut. Sehr resolut, sehr unbeirrbar.
Und wer so einen Waschbären mal gesehen hat, der wird auch
verstehen, wie resolut diese kleinen Tierchen doch durchaus
sein können. Geht kaum passender für eine LTS-Version.
Wir wissen alle, dass LTS wirklich lange durchhält. Das
heißt vom Support her, 10 bis 15 Jahre werden da definitiv ein
paar Millionen Server weltweit laufen. Ob das jetzt Endkunden
sind, ob das typische Rechenzentrumsbetreiber sind,
dann unsere allzeit geliebten Hyperscaler natürlich und
natürlich auch in allen anderen Containerumgebungen und auch
natürlich in meinen Homelab-Szenen und Setups,
findet man Ubuntu dann auch in der neuesten Version. Schauen
wir uns an, was sich alles so Interessantes geändert hat.
Natürlich GNOME 5.0, Wayland-Only endlich. X11 ist
aus der Standard-Session rausgeflogen. Macht auch
irgendwann Sinn, die alten Zöpfe abzuschneiden.
Linux-Kernel in der Version 7, Mesa Version 26. Also alles
schön stabil upgedatet. Jetzt gibt es tatsächlich auch schon
vom Installer anwärts TPM-gestützte
Vollverschlüsselungen. Darüber kann man jetzt viel diskutieren.
TPM kann die Sicherheit erhöhen, aber man muss sich natürlich
immer die Vertrauensfrage stellen, wem gehört der
Schlüssel zur eigenen Maschine? Ist es die Firma gegebenenfalls?
Ist es der Anwender? Ist es gegebenenfalls auch der
Hersteller? Nutzer, Organisation oder den Betreiber des
Ökosystems? Das ist etwas, was man sehr, sehr kritisch auch
betrachten muss, so schön die Technologie per se erstmal
wirken kann. Dann gab es da auch noch das Stichwort
Post-Quantum-Kryptografie. Muss ich mir mal genau anschauen, was
Sie damit meinen, weil das klingt im ersten Moment ein
bisschen nach Marketing. Aber KI ist natürlich auch in aller
Munde. Da muss man auch ganz klar sagen, die Unterstützung
für KI ist jetzt fast schon mit an Bord. Man kann also mit einem
einfachen Apt-Befehl auch durchaus die Unterstützung für
AMD-Grafikkarten bzw. NVIDIA-Grafikkarten
nachinstallieren. Was natürlich auch eine ganz schöne Sache ist,
wenn man seine ersten Schritte oder auch seine
professionelleren Schritte mit den entsprechenden Modellen
fahren möchte. Der hauseigene Authentifizierungsdämon von
Ubuntu-Audi ist ganz interessant in diesem Fall. Klar, sie haben
natürlich eine etwas bessere Unterstützung für das
Microsoft-Entra-ID integriert geschenkt. Das ist nicht
wirklich spannend an der Stelle. Spannend ist aber, dass
Canonical hier gleichermaßen den Weg zum Google-IAM geöffnet
hat und gleichermaßen damit auch zu allen anderen draußen
verfügbaren freien
OIDC-konformen-Identity-Providern . Das ist eine richtig spannende
Geschichte, weil damit natürlich eine gewisse
Flexibilität in Zukunft für uns alle möglich ist, die wir
so noch nicht kennen bzw. kannten frei ab Werk. Und
dementsprechend können wir auch wirklich unsere
Identity-Services freigestalten. Ja, ansonsten WiFi 7, Bluetooth
5.4, Apt 3.1 mit einem wirklich schön überarbeiteten
Dependency-Resolver. Schneller, ein bisschen stabiler. Finde ich
großartig. Dann gibt es natürlich noch Dracut oder
Dracat. Das löst die klassischen alten
Inet-RAM-FS-Tools ab. Wesentlich stabiler, wesentlich schneller.
Also eine wirklich großartige Sache. Server-seitig ist es auch
ganz interessant. Confidential Computing für Intel TDX, für
AMD SEV. RVA-23 gibt es für die RISC-Baseline, also die
RISC-Prozessoren. Wirklich eine schöne Sache. Und wie ich schon
gesagt habe, für das Thema KI gibt es natürlich auch diese
native ROC-M-Pakete oder auch für CUDA das Ganze. Also fast
ein kleines bisschen mehr als nur solide Hausmannskost. Und
das in einem LTS finde ich tatsächlich großartig. Das
Stichwort heißt natürlich Oxidierung oder Oxidation, wie
die Community so schön sagt. Was hat Canonical gemacht?
Kritische Userspace-Komponenten werden gerade in Rust neu
geschrieben. Das ist eine richtig großartige Geschichte.
Das heißt, Schritt für Schritt werden Rust-Implementierungen
erstellt, die klassische alte Tools ersetzen. Ja, sudo wird zu
sudo rs. Teile der GNU Core-Utilities werden durch
uu-utils ersetzt. Also interessant, was da gerade
passiert. So was geht natürlich auch nur Schritt für Schritt.
Also ist noch nicht ganz alles fertig. Aber die Befehle wie
Copy, Move, Remove und so weiter, die bleiben erstmal bei der GNU.
Canonical hat da noch ein paar gewisse Sicherheits- und
Kompatibilitätsthemen im Raum stehen. Und dementsprechend
dauert das einfach noch ein kleines bisschen länger. Aber
das macht genau den Vorgang interessant. Es ist kein rein
blindes Rust-Is-Neu, wir machen jetzt alles besser, sondern es
ist eine kontrollierte Operation am offenen Herzen. Stück für
Stück. Und so geht das langsam voran. Und das ist sicherlich
sehr, sehr interessant zu sehen, wie sich es weiterentwickelt.
Ubuntu's oder Canonicals offizielle Begründung lauten
Speichersicherheit. Und das ist natürlich richtig. Rust hat
eine Komponente, die nennt sich Borrow Checker. Und der Borrow
Checker ist jetzt ein essentielles Werkzeug. Führt
ein bisschen weit, das jetzt komplett zu erklären. Aber es
ist ein essentielles Werkzeug für Thread- und
Speichersicherheit. Also wirklich etwas Großartiges.
Schwierig zu verstehen, wenn man als Programmieranfänger
reingeht. Ich kämpfe mich da gerade durch. Aber ich denke,
die Kernaussage ist eigentlich eine andere. Die meisten
Werkzeuge, die wir gerade angesprochen haben, sind
inzwischen so alt, dass sie komplett ausentwickelt sind. Da
gibt es keine Memory-Bugs mehr oder sowas in der Richtung. Sie
sind laufstabil, sie sind sauber, sie sind komplett ausentwickelt.
Was bringt uns jetzt Rust? Rust ist ein wirklich essentieller
Generationenwechsel. Eine Code-Basis, mit der auch heute
ein moderner Entwickler gerne arbeitet. Also keine Autotools,
keine 30 Jahre alte C-Convention irgendwo oder irgendwelche
Speicherfehler, mit denen man sich selber in den Fuß schießt.
An der Stelle müssen wir natürlich die Trifecta Tech
Foundation erwähnen. Das ist eine niederländische NGO, die
sich darauf spezialisiert hat, Open Infrastructure Service for
the Public Interest zu erstellen und zu pflegen. Die stehen
hinter Sudo RS. Die verantworten auch Zlib RS und NTPDRS. Also
die machen genau diese Art von Infrastrukturarbeit, über die
eigentlich niemand redet. Mal bis zu dem Moment, wenn
irgendwas nicht funktioniert, dann stellt man fest, dass die
plötzlich überall ist. Und was hier eigentlich ganz schön ist,
ist, dass wir hier einen Anbieter haben oder eine
Foundation tatsächlich, die eben nicht am Tropf der paar
Großen hängt. Auch wenn sich der eine oder andere da ein
bisschen mit engagiert von denen, aber sie sind tatsächlich
unabhängig. Und das ist manchmal ganz beruhigend, wenn
man eben nicht an AWS, Google oder Microsoft oder Oracle oder
IBM oder wie sie alle heißen irgendwo hängt. Wer jetzt
gerade den Übergang testen möchte, ohne das System sofort
im Zweifelsfall gegen die Wand zu fahren oder komplett
umzustellen, der nimmt das Tool, das heißt Oxidizer. Mit
Oxidizer kann man einfach mal die alten Tools wegsichern, die
Rust-Varianten nutzen und auch per Knopfdruck zurückrollen.
Very britisch in seiner Höflichkeit. Es gibt aber so
einen kleinen Elefantenraum, über den wir reden müssen. Und
zwar das ist das Thema Lizenz. Die meisten ignorieren das Thema
Lizenzen bei Open Source, bis ihnen vielleicht doch auch mal
irgendwas auf die Füße fällt. Und zwar interessant in dem Fall
ist, dass die klassischen GNU-Core-Utils unter der GPL
stehen. Die UU-Utils stehen unter der MIT-Lizenz. Wir reden
jetzt nicht über technisches Detail, sondern tatsächlich
über ein fast politisches Bekenntnis. Die GPL garantiert
grundsätzlich bei der Weitergabe abgeleiteter Werke,
dass Quellcode und Freiheitsrechte mitwandern. Das
heißt, beim MIT ist es sehr, sehr, sehr viel permissiver. Man
hat mehr Rechte an der Stelle. Wenn man MIT-Code nimmt, darf
man ihn auch in ein proprietäres Produkt einbauen.
Bei der GPL bedeutet es, dass ich das eben nicht in ein
proprietäres Produkt bauen darf, sondern dass auch das Produkt,
was ich selber erstelle, am Ende irgendwo unter Open Source
stehen muss. Frei verfügbar, mit genau denselben Rechten. Das
kann pragmatisch sein und manchmal ist es auch sinnvoll,
weil irgendwann müssen wir Wertschöpfungsketten oder
finanzielle Wertschöpfungsketten darstellen.
Aber man darf auf jeden Fall nicht so tun, als sei es
wirklich politisch neutral. Also um es nochmal ganz klar zu sagen,
das klingt alles etwas kompliziert, aber wer GPL
verwendet, sorgt dafür, dass die anderen, die mit dem Produkt
weiterarbeiten und darauf aufbauen, auch ihr Produkt unter
die GPL stellen müssen und entsprechend auch weiter
freigeben müssen. Wenn ich das Ganze mit der MIT-Lizenz mache,
habe ich die Möglichkeit, diese Art von Weitergabe, den
Open-Source-Gedanken ein bisschen einzuschränken. Das
ist per se nichts Schlimmes, aber wie gesagt, es ist
grundsätzlich mal nichts Neutrales. Und da muss man
wirklich aufpassen. Wenn man digitale Souveränität ernst
nehmen möchte und auch 100% draufsetzen möchte, dann ist es
eben nicht nur eine Frage von einem Datenstandort oder einem
Open-Source-Etikett, was wir raufkleben, sondern die Frage
ist, welche Nachnutzerrechte irgendwo da mitgehen. Wenn ich
die GPL aufgebe, gebe ich gewisse Garantien auf. Ganz
einfach. Wie gesagt, es ist akzeptabel, man muss sich nur
darüber im Klaren sein. Das macht das Thema Oxidation, also
sprich das Rusten, überhaupt nicht falsch. Es macht es aber
ein kleines bisschen politischer. Und wer sich dabei engagiert,
sollte natürlich genau mal aufpassen, was er in dem Fall
unterschreibt oder akzeptiert, wenn er auf License Agreements
und so weiter klickt. Manchmal gibt es so Kleinigkeiten, die
einen aber dazu bringen, dass man schmunzelt und sich darüber
freut, dass hier wirklich Enthusiasten unterwegs sind.
Also das Boot-Spinner-Logo zum Beispiel ist sowas. Inspiriert
vom Sunburst-Schwanz von dem Raccoon. Läuft mit 60 Frames.
Ist ein wunderschönes, kleines, liebenswertes Detail. Ändert
nichts, aber verrät wirklich, dass hier ein richtiger
Enthusiast unterwegs war. Ubuntu Mate auf der anderen Seite hat
keinen LTS-Status bekommen. Der Projektleiter ist Ende März
gegangen. Ob das daran liegt oder nicht, ist nicht so ganz
eindeutig. Aber Status ist Mate grundsätzlich kein LTS.
Edubuntu hat einen neuen Installer mit GTK 4 und QT6
Backend. Kubuntu dagegen liefert jetzt schon Plasma 6.6 für alle,
die ihre klassische alte, an Windows angelehnte GUI noch
nicht loslassen können oder wollen. Andererseits sind die
Hardware-Anforderungen ein kleines bisschen gestiegen. Wir
brauchen jetzt 6 GB RAM für den Desktop, 25 auf der Platte.
Grundsätzlich ist das alles verschmerzbar bei den Geräten,
die heutzutage mindestens eh mit 16 bis 32 GB RAM kommen. Auch
wenn RAM-Preise ja gerade in abstrusen Regionen irgendwo
rumgeistern. Aber auch die von uns, die mit wirklich alter
Hardware unterwegs sind, für die gibt es ja immer noch
X-Ubuntu oder Lubuntu. Auch interessant, weil
zukunftsgerichtet. Kernel Live-Patching gibt es jetzt auch
auf der ARM-Plattform. Aber etwas, was ich persönlich total
spannend finde, ist jetzt, dass die Scheduler-Extension
hot-swappable EBPF-Scheduler erlaubt. Klingt im ersten Moment
auch wieder furchtbar technisch anspruchsvoll. Aber das
Interessante hier ist wirklich, dass ich zur Laufzeit den
Scheduler für die CPU-Tasks einfach mal austauschen kann. Je
nach Task kann ich wirklich hin und her shiften. Keine
Reboot-Szenarien und so weiter. Wirklich sehr, sehr spannend.
Ansonsten Crash-Dubs. Crash-Dubs sind im Desktop-Standard mäßig
aktiv. Auch eine tolle Sache. Wer unterwegs ist und manchmal
debugged, wird sich darüber sehr, sehr freuen. Das sind die
Kleinigkeiten, die im Alltag eigentlich dem User nie
auffallen. Aber wenn ich speziell im Server-Bereich da
unterwegs bin, macht es manchmal einen riesengroßen Unterschied.
Reden wir einen kurzen Moment über die professionellen
Anwender an der Stelle. Standard-Support für Ubuntu ist
fünf Jahre. Wenn ich Ubuntu Pro lizenziere, werden zehn Jahre
Support draus. Und dann kann ich sogar noch einen Legacy-Add-on
erwerben. Da werden 15 Jahre Support draus. Das heißt,
eigentlich, wenn ich heute einen LTS-Server aufsetze, kann ich
den bis 2041 unter Support fahren. Da können sich manche
anderen Hersteller durchaus mal ein Scheibchen von abschneiden.
Und das ist nämlich genau eine der wichtigsten Formen von
digitaler Souveränität. Und zwar die Hoheit über die eigene
Zeit. Man hat keinen Takt, der durch irgendeinen
Hardware-Hersteller gegeben wird. Wir haben keinen Takt, der durch
eine Konto-Integration in irgendeinem Cloud-Services
vorgegeben wird. Oder eine Design-Entscheidung, die
irgendein Anbieter in seinem Betriebssystem mit vorantreibt.
Sondern ich habe tatsächlich hier 14 Jahre, 15 Jahre die
Hoheit über meine eigene Infrastruktur. Noch ein paar
persönliche Worte von mir. Ich persönlich lerne ja gerade Rust.
Das habt ihr vielleicht mitbekommen. Bin da ein
Anfänger, hab jahrzehntelang nicht mehr programmiert, also
quasi keine Vorkenntnisse und arbeite mich wirklich über
Bücher und kleine Projekte gerade voran. Und das ist
wirklich ein spannendes Thema, weil ich das durchaus mit
KI-Unterstützung mache, aber eine KI dazu zu prügeln, dass
sie einem nicht nur Copy-und-Paste-Vorlagen gibt,
ist manchmal schon schwierig. Aber das funktioniert in dem
Fall tatsächlich mit Claude von Antropic bei mir ganz gut. Ich
habe da auch ein paar Bücher hochgeladen, habe die als
Lernplattform für den Agenten implementiert und, ja, ist ein
schöner Weg dahin. Also ich verstehe gerade, ich versuche
gerade zu verstehen, was Lifetimes eigentlich sind und
während ich das mache, schreibt eben einer der großen
Distributoren eben Ubuntu an der Stelle eine gesamte
Werkzeugkiste neu. Das ist spannend, irgendwie ein bisschen
eigenartig, weil das zeitgleich gerade passiert. Aber es ist
schön zu sehen, dass während ich da also wirklich Zeile für
Zeile versuche, Code zu kapieren, dass tatsächlich auch gerade
die Großen denselben Weg gehen und eben Befehle wie LIST oder
CAT irgendwann auf Rust auf jedem Server dieser Welt
innerhalb der nächsten Monate wahrscheinlich im Einsatz sein
werden. Ich denke auch, dass das der eigentliche Punkt ist. Also
Resolute Raccoon ist jetzt kein Release, bei dem man sagt, oi,
da sind super tolle neue Widgets drin, einen KI-Knopf oder
irgendeine weitere Kontoverzahnung mit
Online-Services. Sondern es werden klassische, notwendige
Werkzeuge im Fundament ausgetauscht und erneuert. Das
passiert total leise, total unspektakulär und genau da, wo
ein Betriebssystem eigentlich seine Stärken ausspielt. Nicht
als Frontend für irgendeinen Cloud-Dienst, sondern
tatsächlich als Backend für meine lokale Maschine, für
meinen lokalen Service. Und das ist meiner Meinung nach wirklich
der interessante Vorgang, den wir hier gerade erleben. Und das
liest man in der Zusammenfassung von den Release-Notes nicht so
ohne weiteres. Man muss sich das schon genau angucken. Ihr wisst
ja, dass ich manchmal ein bisschen kritisch bin. Und ich
habe es vorhin schon gesagt, viele andere Betriebssysteme
gehen gerade den Weg, dass sie zu einem reinen Frontend für
irgendwelche Cloud-Anbieter werden. Oder für Firmen, die
sich als Cloud-Anbieter neuerdings verstehen. Und so
wirkt dagegen Ubuntu 26.04 irgendwie fast ein bisschen
altmodisch erwachsen. Very British Conservative, könnte
man sagen. Es kümmert sich um die klassischen Fundamente. Es
kümmert sich um Sudo. Es kümmert sich um List. Es
kümmert sich um die Core-Utils. Um Init-RAMFS. Scheduler,
Crash-Dumps, Kryptografie. All die Dinge, die niemand auf einer
großen Bühne jemals beklatschen wird. Kein
Next-Big-Thin, was man irgendwo in die Kamera halten kann. Die
aber wirklich darüber entscheidet, ob meine eigene
Infrastruktur oder eure an der Stelle, ob sie wirklich trägt,
ob sie stabil ist oder einfach nur hübsch und sexy blinkt.
Also in dem Fall ist dieser Waschbär wirklich sehr, sehr
resolut. Speziell in der Foundation, in seinem Fundament.
Wie schaut das jetzt tatsächlich bei mir zu Hause
aus? Werde ich mein Heimsystem updaten? Das Z-Book habe ich
bereits upgedatet. Funktioniert wunderbar. War ein
In-Place-Update. Bis jetzt habe ich da nichts gemerkt, was in
irgendeiner Art und Weise geht. Problemchen generiert hat. Die
Server, naja, ihr kennt mal einen Blade-Cluster. Das werde
ich nicht tun. Die läuft auf 2410 LTS. Es gibt einfach noch
keine Notwendigkeit. Es läuft stabil. Und man sagt ja auch
immer so ein kleines bisschen, ein LTS wird erst dann produktiv,
wenn die erste Point-Release durch ist. Das wäre dann die
26.0401. Das ist auf der 6. August dann irgendwann. Aber bis
dahin ist Resolute Raccoon bei mir auf dem Z-Book unterwegs und
testweise auf dem großen Rechner in einer virtuellen
Maschine. Zeit genug, dass ich noch ein kleines bisschen Rust
lernen kann zwischendurch und euch davon auch vielleicht das
nächste Mal das eine oder andere Feedback geben kann. Ja,
an der Stelle bin ich heute eigentlich schon kurze Folge.
Mir bleibt eigentlich nur, euch ein schönes, verlängertes 1.
Mai-Wochenende zu wünschen. Und, naja, ihr wisst ja immer so ein
kleiner Spruch am Ende. One Rust Crate, One Homelab, One Less
Excuse. Ich freue mich auf das nächste Mal und ich hoffe, es
hat euch gefallen und war für euch interessant. Macht's gut!